TEUFEL -SATAN

 

Hans de Heij aus den Niederlanden

Lieber Gerard

 

die Zitate über den Teufel und den Satan sind an sich sehr deutlich, nur glaube ich, dass ein wichtiger Punkt nicht genannt wurde. Mit anderen Worten, ich denke, Luzifer ist nicht das Böse selbst, obwohl dies wohl aus den Zitaten zur Sprache gebracht wurde. Die Zeichnung von einer Teufelsperson, in dem zitierten Text, verstärkt die Suggestion immens. Nach meiner Ansicht aber zu Unrecht.

 

Luzifer war der erste, der Gottes Ordnung in Versuchung brachte, um der wahren Liebe zu erliegen. Er wurde stolz, dominierend, und damit ignorierte er sein Gebot:

‚Du wirst-du sollst nicht‘. [GEJ2-224-3], weil er verführt wurde von seinem freien Willen und Gottes Gebote ignorierte. Und er wurde auf diese Weise der verlorene Sohn. Anders gesagt, die Versuchung durch die Möglichkeit der Wahl, Gottes Ordnung zu verlassen, war und ist der wahre Fehltritt. Das ist die eigentliche  Ursache, wodurch jemand ein Teufel werden kann.

 

Dies ist gleichzeitig unser gemeinsames Problem, denn wir stehen auch täglich vor Entscheidungen wie: Gebe ich dem Geist des Stolzes den Raum mich mehr zu fühlen als meine Mitmenschen? Beneide ich meine Mitmenschen? Bin ich stolz auf die Dinge, die ich kenne? Strebe ich nach nóch mehr Geld? Noch mehr Luxus? Macht? Sinneslust? Wenn ich solche Gedanken und Gefühle zulasse und Gott nicht die Ehre gebe, oder bestätige, dass ich schwach bin und Seine Hilfe und Kraft brauche und meine Schwäche nicht erkenne und bändige, dann bin ich schon gefallen in der Versuchung von z.B. stolz, hochmütig, oder eifersüchtig, reich, [schick], mächtig und wollüstig zu sein.

 

Gleiches gilt ebenso für Haß, Ärger, sich Opfer fühlen, Selbstmitleid, Wut, und so weiter. Dárum geht’s mir. Es geht darum, dass wir von uns selber erkennen, - das empfinde ich als Selbstbetrachtung in der Praxis – in welcher Situation bin ich hochnäsig? Wann bin ich stolz? Warum hasse ich meine Mitmenschen? Sobald ich jemanden hasse, töte ich gleichzeitig meine Liebe für die anderen zu mir. Dann habe ich mich versuchen lassen, Gottes Ordnung der wahren Liebe zu verlassen. Gehe  ich damit durch mein ganzes irdisches Leben, und möchte ich mein Verhalten nicht verändern? Dann gehe ich als "Teufel" im Jenseits weiter und dort bekomme ich dann von unserem barmherzigen Vater, Göttlichen Vater, neue Lektionen und ich werde lernen, was wahre Liebe ist. Und, dort haben  wir die ewige Zeit!

 

Eine Unterstützung für diese Sicht finde ich hier in GEJ-5-125 [1,2] [Die Notwendigkeit der Selbstprüfung]

 

[GEJ.05_125,01] (Der Herr:) „So tut denn nun emsig danach; nehmet euch alle Mühe und prüfet euch, ob ihr nichts unterlasset, auf daß ihr am Ende nicht sagen   müsset:

,Da, sieh her, nun habe ich volle zehn bis zwanzig Jahre hindurch alles getan, was mir die neue Lehre vorschrieb, und dennoch stehe ich stets gleich auf einem und demselben Flecke, verspüre noch immer nichts von einer besonderen Erleuchtung in mir, und vom sogenannten ewigen Leben empfinde ich auch noch ganz blutwenig in mir! Woran fehlt es denn noch?‘

[GEJ.05_125,02] Ich aber sage zu euch darum: Prüfet euch sorgfältig, ob nicht noch irgend starke weltliche Vorteilsgedanken euer Herz beschleichen, ob nicht zeitweiliger Hochmut, eine gewisse, zu überspannte Sparsamkeit – eine jüngste Schwester des Geizes –, die Ehrsucht, richterlicher Sinn, Rechthabelust, fleischlicher Wollustsinn und dergleichen mehreres euer Herz und somit auch eure Seele gefangenhalten! Solange das bei dem einen oder dem andern der Fall ist, wird er zu der Verheißung, das heißt zu ihrer vollen Erfüllung an ihm, nicht gelangen.

 

 


Und dieses Zitat aus GEJ4-83 [8]

 

[GEJ.04_083,08] Wer da sich selbst erproben will, ob er in der Demut ganz vollendet ist, der frage sein Herz, ob er noch durch irgend etwas beleidigt werden kann, und ob er seinen größten Beleidigern und Verfolgern leicht aus vollem Herzen vergeben kann und Gutes tun denen, die ihm Arges zugefügt haben, ob er gar keine  Sehnsucht nach irgendeiner Weltherrlichkeit dann und wann fühlt, ob es ihm angenehm ist, als der Geringste unter den Geringen sogar sich zu fühlen, um jedermann in allem dienen zu können! Wer das alles ohne Trauer und Wehmut vermag, der ist schon hier ein Einwohner der höchsten Himmel Gottes und wird es bleiben in Ewigkeit; denn durch solch eine gerechte Demut wird nicht nur die Seele völlig eins mit ihrem Geiste, sondern auch zum größten Teile der Leib.

Woran kann ich nun ersehen ob ich wohl oder keine Fortschritte mache?

GEJ-11-51, Winke zur Veredlung der Seele

 

(4)…[GEJ.11_051,04] […] Forschet in euren Seelen, wo noch irgendetwas Unreines steckt, und werfet es von euch!

(5) [GEJ.11_051,05] Solange ihr noch Mißmut, Ärger, Unzufriedenheit, unreine Gedanken in euch entdecket, so lange regt sich auch noch der Zweifel und läßt den lebendigen Glauben nicht erstarken. Dem Geiste sind jedoch alle diese Untugenden fremd, daher kann er die Seele nicht durchdringen, die freiwillig sich alles dessen entäußern muß!“

Ich frage mich, ob Du diese Ansicht teilen kannst. Mit freundlichen Grüßen,

Hans de Heij

 

Antwort

Lieber Hans,

 

was ist nach Deiner Meinung dann wohl ‚das Böse‘, wenn Luzifer ‚das Böse‘ schon nicht selbst ist? Tatsächlich, er ist der verlorene Sohn, der zurückkehren kann, wenn er dies möchte! Als menschliche Wesen machen wir alle viele unzählige Fehler und dies gegen die Ordnung Gottes. In gewisser Weise sind es dann auch diejenigen, die vom schmalen Pfad abgegangen sind, die den göttlichen Geist in sich selbst  'verloren haben', aber Rückkehr ist immer möglich.

 

Wenn der 'Verlorene' dem richtigen Weg dann wieder folgt, so kommt er als "verlorener Sohn‘ wohlbehalten an bei Gott, der ihn liebevoll umarmt. Luzifer hat jedoch solch eine große Stärke – fast gleich wie die Gottes -, dass er fähig ist, die ganze Erde mit all seinen Geschöpfen und das Universum in einem Augenblick aufzulösen, wenn Gott Selbst dies nicht verhindern würde! Unterschätzt seine Stärke nicht, die in jeder Art von Materie und menschlichen Gedanken schlummert. Die folgenden Zitate können vielleicht  hier noch einiges abklären.

 


[Er.01_056,03] Aber wie ihr wisset: da dieser Geist eine so endlos große  Bestimmung hatte, ein zweiter Gott neben Mir zu sein, so mußte er auch eine seiner Bestimmung entsprechende Freiheitsprobe bestehen, welche er aber eben auch, wie ihr wisset, nicht bestanden hat, weil er sich über die Gottheit erheben und diese sich unterwürfig machen wollte.

[Er.01_056,04] ‚Ein Rangstreit also war das erste, was eben dieser Geist gegen die Gottheit verbrochen hatte. Da er aber die Gottheit nicht dahin stimmen konnte, ihm den Vorrang zu erteilen und sich ihm selbst vollends unterwürfig zu machen, so erbrannte er in seinem Grimme und wollte die Gottheit förmlich vernichten, zu welcher Tat es ihm an der Kraft wirklich nicht gemangelt hätte, wenn die Gottheit nach ihrer ewigen Weisheit nicht zeitgerecht diesen Meuterer in all seinen Teilen hart gefangen hätte.

Es klingt freilich etwas rätselhaft, daß in diesem Geiste eine solche Kraft solle vorhanden gewesen sein, um der ewigen Gottheit dahin zu trotzen, daß diese seiner Kraft endlich nachgeben, sich endlich völlig gefangennehmen lassen und dadurch für alle Ewigkeiten untüchtig werden müßte, was so gut wäre als: vernichtet sein; aber die Sache wird begreiflich, wenn man bedenkt, daß die Gottheit in eben diesen Geist sozusagen ein vollkommenes zweites Ich hineingestellt hat, welches, wennschon gewisserart zeitgemäß geschaffen, aber dennoch in allen Räumen der Unendlichkeit gleich kräftig der Gottheit gegenübergestellt ward‘.

[Er.01_056,05] ‚Dieser Geist, in dem die Gottheit selbst ihr Licht konzentriert hatte, war durch die ganze Unendlichkeit gleich der Gottheit ausgebreitet, daher es ihm auch wohl möglich gewesen wäre, vice versa die Gottheit allenthalben zu ergreifen und untüchtig zu machen; allein in diesem Gedanken der Selbstsucht erwachte  in ihm die große Eitelkeit und das Selbstwohlgefallen an seinem Lichte und an seiner endlosen Erhabenheit und Kraft. In dieser Selbstsucht und in diesem Wohlgefallen an sich selbst vergaß er die alte, ewige Gottheit, entbrannte in seiner Eitelkeit und festete sich selbst.

Da ergriff die Gottheit in allen Teilen sein Wesen, nahm ihm alle spezifische Wesenheit, bildete daraus Weltkörper durch die ganze Unendlichkeit, umhüllte den Geist dieser endlosen Wesenseele mit den allermächtigsten Banden und band ihn in die Tiefe der Materie‘.

[Er.01_056,06] ‚In dieser Stellung heißt dieser Geist dann nicht mehr „Satana“, sondern, weil er sich gewisserart selbst emanzipiert hat von der ewigen, göttlichen Ordnung, „Satan“, das ist soviel als: gleicher Pol mit der Gottheit. Ihr wisset aber, daß sich gleiche Polaritäten nie anziehen; sondern allezeit nur  abstoßen. Darin liegt auch der Grund, daß dieses Wesen in allem von der Gottheit am allerentferntesten und eben am entgegen gesetztesten ist; darin und dadurch  auch sein Erzböses.    Nun  wisset  ihr,  warum  man  diesen  Geist auch „Satan“ nennt‘.  Soweit diese Zitate.

 

Zurückkommend auf deine wichtige Zusatzinformation, die uns gesendet  wurde, kann also die Folgerung gezogen werden, dass, was nun ein Teufel [ein Dämon!] ist,


diese alle Abspaltungen [Eigenschaften] von Satana sind, - jetzt Satan genannt. Wir sahen und sehen dies auch in der Natur. Vor Millionen von Jahren wurden diese Abspaltungen auch verkörpert, z. B. als riesige Tiere auf der Erde [als es die Menschen noch nicht gab]. Überreste existierten vor 2.000 Jahren sogar im See von Genezareth – [z.B. der so genannte Leviathan]. All diese Eigenschaften [Abspaltungen von Satanas Leben] existieren auch noch in den Menschen, in der gesamten Materie. Der Mensch charakterisiert deswegen die guten und die nicht- guten Eigenschaften. Die Erde dient uns dazu als Probe- und Übungsschule. Wie wir damit umgehen?

Der Herr sagte in Joh.8:44 und in GEJ.06_199,17] Sagte Ich denn auch vollernstlichen Angesichtes: „Ich habe euch den Grund klar und wahr gezeigt. Was fragt ihr Mich da noch weiter?! Ja, Ich will euch denn auch weiter sagen, was ihr seid, dieweil ihr Mich weiter gefragt habt!

 

Wisset, wessen Kinder ihr seid: Ihr seid Kinder von dem Vater der Teufel! Der war ein Mörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit war niemals in ihm (in der Materie). Wenn dieser Geist, der euer Vater ist, die Lügen redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er war allzeit ein Lügner und ein Vater der Lügen.“ (Joh.8,44)

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Luzifer [Satan] und dem  Teufel.  Beziehst du deine Schlußfolgerung von einem dieser zwei beiden, dann wird es jeweils eine andere Geschichte. Der Herr wurde dreimal 'vom Satan getestet' bevor er seine Mission in Palästina, auf dem Berg der Versuchung, nähe dem See Genezareth beginnen wollte. [also, genau vierzig Tage nach seinem dreißigsten Jahr!] Der Satan erschien Ihm in der Form eines alten, weisen Mannes. [Magier].

Diese Geschichte ist zu lesen in GEJ-9-134, wo der Herr durch einen Erzteufel versucht wurde, der – so sich später zeigt – jedoch auch der Satan selbst war. [Siehe Matth. 4:1-11]. Alle differentiellen Fakten zwischen Satan und Teufel sind hier in einer Geschichte zusammen wiedergegeben. Die geistige Bedeutung dieser Geschichte lesen wir in Predigten des Herrn, Kapitel 13.

Dass Satan gewiß das Böse in sich hat, akzentuiert der Herr in: [Erde und Mond1_056, 10] [...]

 

Diese Geister, weil sie ebenfalls Grundböses in sich haben, heißen zwar „Teufel“, soviel als „Schüler des Satans“, unterscheiden sich aber dennoch gewaltig von ihm; denn bei ihnen ist nur das Seelische homogen mit dem bösen Geiste, aber ihr Geist ist, obschon hart gefangen, dennoch rein, während der Geist des Satans das eigentliche Böse ist. Daher wird und kann es geschehen, daß alle Teufel noch gerettet werden, bevor der Satan in sich selbst die große Reise zu seinem ewigen Sturze zu unternehmen genötigt wird.

Du betonst auf klare erhellende Weise die nächsten Punkte:

[1]   Das ist die eigentliche Ursache, wodurch jemand ein Teufel werden kann.

[2]   Wichtig ist, dass wir lernen, uns selber [lernen] zu sehen, - dass ist für mich die Selbstbetrachtung in der Praxis!

 

Und hier, Hans, beschreibst Du genau dasjenige, was mich, dich und jeden Menschen betrifft. Schließlich verweist du in Punkt [3] in diesem Zusammenhang mit Selbstuntersuchung auf Texte wie GEJ5-125 [1,2] und GEJ4-83 [8].  Ich  sehe dies als eine schöne Ergänzung und auch als sehr rührend, womit jeder Mensch ringen sollte, wenn er nicht leben möchte als ein zukünftiger 'Engel-Mensch'. Ich danke Dir für diese schöne Ergänzung und den nützlichen Beitrag. G

 

Beitrag: TEUFEL -SATAN

                                 von

Hans de Heij aus der Niederlanden

 

Lieber Gerard,

 

danke schön für die ausführliche Reaktion. Du fragst in Deiner Antwort: ‚Was ist nach Dir [Hans] dann wohl das Böse, wenn Luzifer ‚das Böse‘ schon nicht selbst ist? ‘

 

Ich schrieb:

“Luzifer ist als erster einer Versuchung erlegen für die Versuchung zu Gottes Ordnung der wahren Liebe zu verlassen. Er wurde stolz, herrschsüchtig und damit ignorierte er sein Gebot: ‚Du solltest - Du solltest nicht“ (GEJ-2, 224:3), weil er verführt wurde durch seinen eigenen freien Willen, sich nicht an Gottes Gebote zu halten“

 

Ich sehe solches auf diese Weise. Das Böse ist nicht JEMAND, die eine oder andere Person, oder Luzifer. Luzifer wurde durch Gott mit einem Auftrag erschaffen: ‚Du sollst – Du sollst nicht‘. Gleichzeitig bekam er aber auch den Reiz diese Vorschrift zu übertreten. Damit erschuf Gott den freien Willen.   [GJE 4, 102:1; 4, 103:1; 4, 104:5]

Es muß sonach ja der Reiz zum Übertreten des Gebotes da sein; denn er ist ein Wecker des Erkenntnisvermögens und ein Wecker des freien Willens. Er erfüllt die Seele mit Lust und Freude so lange, als sie den Reiz gar wohl erkennt, ihm aber  nicht huldigt, sondern ihn stets mit demselben freien Willen bekämpft, der eben durch den Reiz in ihr erweckt und belebt wurde, und die freie Seele gebraucht ihn dann als ein Mittel, nicht aber als einen in ihm erreichten Zweck. [GEJ.04_104,05]

Weil Luzifer der Verführung der Herrschsüchtigkeit nachgab, weil er der Meinung war, mehr zu sein als sein Schöpfer, so ist er ein böser Geist geworden und viele mit ihm, weil die anderen ebenfalls Gottes Ordnung der wahren Liebe verlassen haben.

 

Die Texte, welche Du heranholst in der vorherigen Ausgabe, zeigen tatsächlich an, dass Luzifer gefallen ist. Und weil er sich verführen lassen hat zum Hochmut, bis  zum Wunsch, der ‘Chef’ sein zu wollen, zum Lügen und Betrügen, so ist er aus der Ordnung der Liebe ‚gefallen‘. Das Böse ist Hass, Mißgunst, Geldsucht, Machtbegierde, Eifersucht, Aufgeilen, Wollust, Wut, sich ärgern, selbstmitleidig sein, sich als Opfer fühlen, Angst, Düsternis, Depressivität, Arroganz, Habgier, Rachsucht, und so weiter. Die Liste ist noch viel länger!

 

Es geht darum, wie wir Menschen sind. Wie ist unsere Beschaffenheit vom Sein?  Aus welchem Geist lebe ich, lebt jemand? Welche Mentalität [mindset], in modernen Wortern, hat jemand? Ist er stets beschäftigt mit dem eigenen Vorteil? Dann ist er nicht uneigennützig. Wenn er erkennt und weiß, dass dieses Verhalten nicht nach Gottes Ordnung ist, so darf er [daraufhin] Jesus bitten, ihm dabei zu helfen, dieses Verhalten loszulassen. Aber dafür ist aufrichtige und leistungsstarke Selbstuntersuchung nötig, um die Schwächen zu erkennen, die jemand hat. Es ist schwierig, sich selbst zuzugeben, dass Du deinen Nachbarn nicht ausstehen kannst, weil sein Fernsehen immer so laut läuft.

 

Der Ärger, der dann in dir aufwallt, ist dann gleichzeitig der Raum, den der Gegner [Luzifer oder ein anderer Teufel] benutzt, um sich noch mehr falsche Dinge auszudenken oder sogar zu tun. Dinge, die den Ärger in diesem Menschen wachsen lassen und Rache-Aktionen herbeiführen. So wirken satanische Menschen  und davon gibt es viele, sowohl im „Fleisch“ [Körper], als auch ohne physischen Körper. Sie versuchen, uns alle zu einem ähnlichen Verhalten zu beeinflussen. Derartige Satans genießen augenscheinlich, aber ich weiß immer noch nicht, welche Freude sie dáran nun erleben!

 

 

Der Mann auf dieser Sitzbank kann ein böser Geist sein, welcher neben einem guten Menschen, der Frau, sitzt. So gesehen sitzen das "Böse" und das "Gute" nebeneinander und doch unendlich und unüberwindbar weit voneinander entfernt.

 

Es geht nach meiner Meinung einigermaßen vor - nur mit dem einzigen Ziel: die Verlockung. - Das ist ‚das Böse‘: z. B. der sich versuchen lässt zum egoistischen Verhalten oder jemand, der der Boß sein möchte [Macht], oder jemand, der eine Gegenleistung wünscht oder erwartet, alle diese stehen schon längst nicht mehr in wahrer Liebe. Denn wahre Liebe ist aufrecht und pur uneigennützig.

 

Es fordert eine sehr gute Selbsterkenntnis, um sich darüber klar zu werden, dass du z.B. doch noch eine Belohnung oder eine Anerkennung erwartest, wenn du etwas für einen anderen [den Mitmenschen] getan hast.

 

Die Untugend schlägt sofort zu. Daraufhin solltest du dich selbst betrachten und dies sehe ich als Selbstuntersuchung. Dies führt zur Selbsterkenntnis und nach Gottes Ordnung über die wahre Liebe wirklich zu leben ist höchst notwendig.

 

Menschen, die sich in Besitz nehmen lassen durch die Macht des Geistes, treten aus der Ordnung der wahren Liebe heraus. Du könntest auch sagen: ‚Der Herr in den Menschen zieht sich zurück‘, denn ein Satan hat den Menschen zu dieser Zeit beeinflusst.

Wenn solche Menschen weiterhin Macht ausüben möchten, werden sie bereits hier auf Erden (ein) Teufel. Dies gilt auch für alle anderen Abschweifungen von Gottes Ordnung der Liebe.


Jemand, der lustbetont lebt und sich damit jeden Tag beschäftigt, ist ein Wollüstiger geworden und wird viel kämpfen müssen, um diese Gewohnheit loszulassen. Denn eine einmal tief verwurzelte Gewohnheit ist wie eine eiserne Rüstung, die sich nicht leicht ausziehen lässt. Dass schaffst du nicht allein. Dabei ist die Hilfe  Jesus dringend erforderlich.

 

Dieser Gedankengang gilt für jede Untugend. Deswegen ist Selbsterkenntnis und Selbstuntersuchung von größter Wichtigkeit, denn jemand, der seine Schwächen erkennt, der weißt, womit und wie der Gegner, die Nicht-Liebe, also die Teufel um uns her, ihn verführen kann, und der kann sich zusammen mit Jesus dagegen schützen. Denn dás ist wohl der Fall: Luzifer versucht, jeden Menschen in seinem Verhalten zu verführen, was aber Gottes Ordnung der Liebe nicht entspricht. Aber damit ist Luzifer nicht das Böse selbst.

 

Mit anderen Worten, je mehr Menschen alle Formen von Gewalt von sich abwerfen, desto weniger Gewalt wird im Laufe der Zeit auf der Erde sein. Je mehr Menschen ihre Lustgefühle beherrschen können, desto weniger Wollust wird im Laufe der Zeit auf der Erde auch sein. Die Menschheit ist eins, wir sind miteinander verbunden und beeinflussen einander mit liebevollem Verhalten, aber ebenso mit bösartigem Verhalten.

 

Zitat: "Die Versuchung hat Macht, hat Intelligenz, aber nicht ohne dem Menschen, nicht ohne Luzifer, nicht ohne die Notwendigkeit der Dinge, die das Gegenteil sind vom wirklichen Leben, von der Wahrheit, von der Liebe und von Gott. Das Entgegengesetzte ist Satan, die Verlockung zum Gegenteil ist seine Macht, die Wünsche zum Entgegengesetzten geben Satan Gelegenheit, seine verführende Macht einzusetzen. Als Gegenübergestellter weiß er alles von jedermann mit großer Präzision und hat die Verfügung über eine große Intelligenz, nicht als persönliche Wesentlichkeit, sondern als Gegenteil vom wirklichen Leben Gottes. Er weiss alles von jedermann mit großer Präzision und hat eine große Intelligenz, nicht als einzelne Realität, sondern wirklich als Gegenüber zum Leben Gottes. "Dieses Stückchen Text stammt aus "Himmlisches Brot [Hemels brood] Number 4748". Sehe die Website: www.hemelsbrood.nl

 

Ich hoffe sehr, dass dies mehr Klarheit gibt. Denn wir Menschen sind allen Arten der Versuchung ausgesetzt, und es ist der Auftrag für jeden von uns, nach Gottes Ordnung der Liebe zu leben. Dies ist das Ziel jedes Lebewesens auf der Erde. Nicht lügen, nicht stehlen, ehrlich sein, keine Gewalt ausüben, nicht töten, denn jemand  der einen anderen hasst, tötet seine Liebe, die Liebe in sich für Andere. Man soll auch im Denken keinen kränken. Denn es geht um Wort, Gedanken und Tat. Jeder falsche Gedanke, dem man nachgibt, ist schon der Keim der Tat.

 

Bemerkung von Gerard dazu: Schau noch einmal als Ergänzung bei: http://prophetia.org/index.php?title=Satan – Dort findest du noch mehr, was Dich vielleicht noch interessieren könnte. Wahrscheinlich kann das durch Dich Beschriebene in etwa hier zusammengefaßt werden in dem nächsten Zitat:

 

‚Seht, so ein Chemiker bin Ich! Ich löste die unrein gewordenen Kristalle (Luzifer und seinen Anhang) auf in dem warmen Liebewasser und ließ diese Seelen nun wieder neu auskristallisieren, damit sie klar würden. Daß das durch Aufsteigen durch das  Mineralreich und das Pflanzenreich bis zum Menschen geschieht, ist euch bekannt.


Da die Seele des Luzifers jedoch die gesamte materielle Schöpfung umschließt, so muß auch diese sich in der Form des Menschen ausdrücken. So vereinen sich auch stets alle Geistervereine in einer Person, die durch den Leiter dieses Vereins ausgedrückt wird, und bilden das, was man dessen Sphäre nennt. Ähnliches, welches dieses klar ausdrückt, gibt es im Materiellen nicht, daher sagte Ich: Öffnet eure seelischen Empfindungen!‘ [GEJ.11_017,26] –

 

Also Hans, meinst Du, dass all das Böse in jedem Menschen anwesend ist? Da kann ich Dir nur zustimmen! Oben beschriebenes Zitat weist ganz klar in diese Richtung. Dass aber der Satan wohl eine [geistige Person ohne Seele] ist, wird vielmals durch Lorber und Swedenborg an vielen Stellen beschrieben; z.B.:

...Seine  Person  habe  ich  zwar  noch  nie  irgendwo  zu  Gesichte  bekommen;  aber seine Befehle habe ich verkostet und schließe daraus, daß seine Persönlichkeit auch seinen unmenschlichsten Befehlen auf ein Haar ähnlich sein wird. [GEJ.02_236,14]

 

Hans, alles ganz schön beschrieben und erklärt! Noch eine Frage dazu betrifft dieses Thema: würdest Du kurz noch beschreiben, WER die Urquelle ist von all dem Bösem in den Menschen?  Am liebsten mit Quellen aus dem Lorber und so weiter! Danke.

 

Tekstvak: Wir danken Hans de Heij für seinen  aufschlussreichen Zusatzinformationen!

Hans aus den Niederlanden

Lieber Gerard,

 

danke schön für Deine deutlichen Zitate und  Bemerkungen. Ja, in der Tat ist es der Geist Luzifers,  der den Menschen jedesmal versucht, verlockend vorzugehen gegen die liebevolle Göttliche Ordnung. Sein Geist verführt uns, kann uns verleiten zum Falschen, zu falschen Gedanken, Worten und Taten. Sein Geist versucht uns dazu zu bringen, z. B. zu hassen, mächtig sein zu wollen, mit Wollust nach Genuss zu suchen, nach materiellem Wohlergehen zu streben, [Menschen] zu verurteilen, und so weiter. Aber genau wie uns, sehe ich Luzifer selbst als ein gefallenes Wesen. Im Kern der Sache ist er nichts anderes als jeder Mensch, ein Geschöpf, das irgendwann wohl Eins mit Gottes Liebe war. 

 

Herzliche Grüsse,

 

Hans

 

Antwort

 

Lieber Hans,

 

danke für die Antwort. In der Tat werden wir verführt durch Luzifer. In jedem geistigen Wesen [außer in Gott] – auch in Engeln -, lauert im Hintergrund oder im Verborgenen das ‚Geteilt‘ sein und somit auch das Falsche.

 

In der nächsten Geschichte wird klar, dass nicht immer ‚das Falsche‘ von Luzifer kommt:

Als Petrus mit seinen Brüdern ins Schiff ging, fragte er Jesu, ob sie für fünf Tage ihre Familien besuchen dürften. Daraufhin sagte Jesus: ‚Ihr habt Eure Freiheit, tut, was ihr für nötig haltet und was Ich euch gesagt habe, so ziehet denn alle hinauf!“

 

Als Ich solches zu ihm gesagt hatte, da bestiegen sie alsbald das Schiff und fuhren ab. Ich aber verblieb noch hier in Galiläa. (Joh.7,9).

Als aber alle die Brüder schon mehr als den halben Wasserweg hinter sich hatten, da wandelte sie plötzlich eine große Trauer und Reue an, so daß sie wieder umkehren wollten, um Mich um Vergebung zu bitten für die schnöden Reden, mit denen sie Mir entgegengekommen waren. Und Petrus sagte laut: „Herr, Herr, welcher Teufel hat uns denn diesmal gar so verrückt, daß wir Dich verlassen konnten? Oh, lasse Dich nur noch einmal wiederfinden von uns, Du ewiger Sohn und Vater in einer Person, und wir werden Dich nimmer also verlassen!“

 

 Johannes und Matthäus weinten und drangen ordentlich auf die Rückfahrt; aber es erhob sich ein starker Wind gerade hinter ihrem Rücken und trieb das Schiff mit großer Schnelle an das obere Ufer hinter Tiberias, wo der Jordan das Meer verläßt. Als sie da ans Land gestiegen waren, fühlten sie sich so verlassen, daß sie kaum den Mut hatten, den Weg nach Jerusalem weiter fortzusetzen. Jakobus aber sagte: „Daß wir alle hoch gefehlt haben, daran liegt gar kein Zweifel; denn der starke Wind, der uns so schnell hierher trieb und sich gerade in dem Augenblick erhob, als wir reuig zu Ihm zurückkehren wollten, war ein sprechender Beweis, daß Er uns für immer von Sich verstoßen hat. Wir dummen und blinden Ochsen wollten Ihm, dem Allweisesten und dem Allmächtigen vorzuschreiben anfangen, was Er tun solle! Oh, wir nun überelenden Toren! Wo ist denn der elendste Satan, der uns also berückt hat? Die elendste Bestie der Bestien trete vor uns, und sie soll erfahren, was das heißt, sich an den Freunden des Herrn zu vergreifen!“

 

Da erschien ihnen plötzlich EINE LICHTGESTALT und sagte in einem ganz ernsten Tone zu ihnen: „Eure Beschuldigung trifft den verlorenen Sohn ungerecht; denn euer eigener Übermut hat euch das angetan. Darum klaget euch selbst an, ihr Höchstbegnadeten, und lasset den in Ruhe, der diesmal keinen Teil an eurer Dummheit hat!“  Darauf verschwand die Gestalt, und die Jünger sagten: „Herr, sei uns armen Sündern gnädig und barmherzig!“ [GEJ-6-146-13-21]

– [Bemerkung: dies ist auch die einzige Stelle überhaupt, wo Jesus Luzifer positiv mit einbezieht!] –

 

Hans schreibt: ‚Aber genau wie uns, sehe ich Luzifer selbst als ein gefallenes Wesen. Im Kern der Sache ist er nichts anderes als jeder Mensch, ein Geschöpf, das irgendwann wohl Eins mit Gottes Liebe war‘. 

 

G.: Vom Ursprung her gibt es keinen nterschied zwischen Luzifer und uns Menschen:  Wir waren einst über Luzifer seine Seelen-Geschöpfe und sind mit ihm ‚mitgefallen‘. Er stand über uns Menschen und er stand als zweites hohes Geistwesen unter Gott. Da er ‚gefallen‘ ist, sind wir mit ihm gegangen aus freier Wahl. Der Punkt ist, dass – dieses Thema ein gewaltiges ist, dies wohl gesagt werden muss, genau so, wie es in der Bibel steht.

 

Dass Luzifer gerade uns Menschen hier auf der Erde ‘verführt‘ zu verschiedenen Arten von Sünden, hat damit zu tun, dass wir Menschen – ‚obwohl wir Kinder Gottes werden wollen, unsere Seelen-Abkunft von Luzifer haben. Er – Luzifer - will uns ‚behalten‘ und tut sein Bestes, um die gesamte Menschheit für sich selbst zu haben. Wir sind also ‚Seelen-Geschöpfe‘ von Luzifer. Luzifer als Geschöpf ist damit nicht ein ‚einfaches Geschöpf‘, so wie wir Menschen.

 

Hier gibt es also einen grossen Unterschied. Und Luzifer hat seinen Sitz tief unter der Erde. Und wir seine Seelen-Geschöpfe – die Kinder Gottes werden wollen [auch zurück zum wirklichen Vater als einst verlorene Wesen!] – wir leben deswegen oberhalb seiner Erde, woraus wir sind entstanden. [Adamah]

Jesu sagte zu den Pharisäern: ‚Ihr stammt ab von eurem Schöpfer Luzifer‘; d.h. genau: ‚Ihr habt Luzifer als euren Vater!‘ [Joh. 8:44]

 

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