Wer ist der Teufel?

 

oder:

 

    über das Böse in der Welt

 

                                   von Klaus Opitz

Trotz Satan oder Teufel: Die Neuoffenbarung lehrt uns, daß die Freiheit des menschlichen Willens durch nichts beschränkt werden kann. Gott hat es an kleinen und großen Offenbarungen nicht fehlen lassen, bei Adam angefangen bis heute. Der Mensch kann den erkannten Lehren Jesu gemäß leben oder den Lehren zuwider handeln. Jesus sagt im Großen Evangelium: “Ohne den freien Willen ist der Mensch  kein  Mensch  mehr,  sondern  (nur)  eine  pure,  naturbelebte  Maschine“.

(GEJ.05_109,03)

 

„Ich will euch erklären, woher und warum der erzböse Geist alle die verschiedenen Namen bekommen hat, und wer eigentlich die Teufel sind. Satana, Satan, Leviathan, Beelzebub, Gog, Magog, die Schlange, der Drache, das Tier des Abgrundes, Luzifer und dergleichen Namen mehr sind es, die ihn bezeichnen.

`Luzifer` oder `Lichtträger` war sein ursprünglicher Name. `Satana` war soviel wie der Gegenpol der Gottheit. Als Satana war dieser Geist von Gott aus so gestellt gegen die Gottheit wie das Weib gegen den Mann. Die Gottheit hätte in sein Wesen ihre ewigen Ideen ohne Zahl hineingezeugt, daß sie reif  geworden wären in seinem konzentrierten Lichte. Und es wäre dadurch eine Wesenschöpfung aus dem Licht dieses Geistes in höchster Klarheit hervorgegangen. Die ganze Unendlichkeit wäre fort und fort aus diesem Lichte  mehr bevölkert worden. Im unendlichen Raum hätte auch Unendliches Platz, und Ewigkeiten würden diesen Raum nie so erfüllen können, daß in ihm irgendeinmal ein Gedränge entstehen könnte.

 

Aber weil dieser Geist eine so hohe Bestimmung hatte, ein zweiter Gott neben Mir zu sein, mußte er auch eine seiner Bestimmung entsprechende Freiheitsprobe bestehen. Wie ihr wißt, hat er diese nicht bestanden, weil er sich über die Gottheit erheben wollte

Dieser Geist, in dem die Gottheit selbst ihr Licht konzentriert hatte, war durch die ganze Unendlichkeit ausgebreitet. Daher wäre es ihm auch möglich gewesen, die Gottheit überall zu ergreifen und auszuschalten. Gedanken des Machtwahns erweckten in ihm große Eitelkeit, das Selbstgefallen an seinem Licht und seiner endlosen Erhabenheit und Kraft. Dabei vergaß er seines Schöpfers, der ewigen Gottheit, entbrannte in seiner Anmaßung und verhärtete sich dadurch selbst. Da  ergriff  ihn  die  Gottheit,  nahm  ihm  seine  spezifische  Wesenheit,  bildete daraus Weltkörper durch die ganze Unendlichkeit, fesselte seinen Geist schließlich auf das engste und bannte ihn in die Tiefe der Erde.

In der Stellung heißt dieser Geist nun nicht mehr `Satana`, sondern, weil er sich von der ewiggöttlichen Ordnung selbst freigemacht hat, `Satan`. Das bedeutet: gleicher Pol mit der Gottheit. Ihr wißt aber, daß sich gleiche Pole abstoßen. Darin liegt der Grund, daß nun dieses Wesen in allem von der Gottheit am entferntesten und entgegengesetztesten ist…

 

...Da sich dieser Geist jedoch damit nicht begnügte, sondern stets größere Eingriffe in die göttliche Ordnung machte, wurde er wieder in sehr enge Haft genommen. Nachdem er sich aber in jener Zeit schon eine Menge gleichgesinnter Geister aus dem Menschengeschlecht herangezogen hatte, wirkte und wirkt er durch diese seine Diener.

Ein Diabolus oder Teufel ist nichts anderes als ein in der Schule Satans herangewachsener und ausgebildeter Geist.

 

Das muß nun nicht so verstanden werden, als wären solche Geister wirklich in einer besonderen Schule Satans ausgebildet worden. Sie bildeten sich selbst dazu durch jene Spezifika, die sie aus der Sphäre dieses Geistes freiwillig in sich aufgenommen haben. Weil sie ebenfalls Grundböses in sich haben, heißen diese Geister `Teufel`. Als `Schüler Satans` unterscheiden sie sich dennoch gewaltig von ihm. Denn bei ihnen ist nur das Seelische böse, aber ihr Geist ist dennoch rein, obschon hart gefangen, während der Geist Satans das eigentliche Böse ist. Daher kann und wird es geschehen, daß alle Teufel noch gerettet werden, bevor Satan für seinen endgültigen Sturz die Vollreife im Bösen erlangt.“ (Er.01_056,01ff)

 

„Es wird für euch wissenswert sein, wo in diesem Erdkörper der eigentliche Aufenthaltsort des bösesten Geistes ist

 

Der Kerker dieses Geistes liegt im Mittelpunkt der Erde, und nicht etwa im Herzen oder in einem anderen Organ der Erde. Der Sitz dieses bösen Geistes ist der eigentliche festeste Mittelpunkt, auf den alles eindrückt, damit er sich nicht allzu gewaltig bewege und die Erde zerstöre. Wenn man ihm nur ein wenig Freiheit ließe, würde er in einem Augenblick nicht nur diese Erde, sondern die ganze sichtbare Schöpfung vernichten. Es liegt in ihm eine ungeheure Kraft, die nur durch allerschwerste Bande niedergehalten werden kann. Nur Ich allein als der Herr vermochte sie ihm anzulegen. Obwohl er so sehr gebunden ist, vermag er dennoch sein Erzböses in die aufsteigenden Spezifika zu hauchen. Dieser Willenshauch ist noch mächtig genug, den Tod in alle Seelenspezifika einzupflanzen, dem  alle Geschöpfe der Erde dadurch immer unterworfen bleiben. Denn alles Organische ist zerstörbar, und alle Materie trägt Tod und Zerstörung in sich.

 

Das alles rührt her vom Willenshauch des Allerbösesten, dessen Bosheit so unbeschreiblich ist, daß ihr euch davon nicht den geringsten Begriff zu machen imstande seid. Das kleinste Begreifen des eigentlichen Bösen dieses Geistes wäre allein schon tödlich. Alles, was ihr über diesen Geist gehört habt, sind nur entfernte Schattenbilder, von Meiner schützenden Gnade nach allen Seiten umhüllt.“ (Er.01_55,10)

 

Satan, der eine sehr große Menge böser Anhänger hat, läßt seine Helfershelfer zu bestimmten Zeiten sich unter die Menschen mischen. Sie haben den Auftrag, kein Mittel unversucht zu lassen, wodurch irgendeine Seele für den Hofstaat des Fürsten aller Bosheit und Lüge einzufangen wäre. Darauf begeben sich die Bösen auf Schleichwegen zur Oberwelt hinauf...


…Da aber im Reich der guten und bösen Geister nichts so sehr respektiert werden muß wie der freie Wille – so weit dieser nicht zu Arges vorhat – so werden sie auch heraufgelassen, selbstverständlich unter fortwährender heimlicher Beobachtung. Da die Erlaubnis meistens mißbraucht wird, können sie nichts einwenden, wenn sie in einen   schlimmeren   Zustand   zurückkehren   müssen   als   ihr   voriger  war.“

(Er.01_058,02)

 

„Verstehe sonach unter `Satan` im allgemeinen die ganze materielle Schöpfung und unter `Teufel` das getrennte Spezielle derselben.  Wenn ein Mensch auf dieser Welt nach dem erkannten Willen Gottes lebt, so erhebt er sich aus der geschöpflichen Gefangenschaft und geht in die ungeschöpfliche Freiheit über.

 

Ein Mensch aber, der an einen Gott nicht glauben und darum auch nicht handeln will nach dessen den Menschen geoffenbarten Willen, versenkt sich dann stets mehr und mehr und tiefer und tiefer in das geschaffene Materielle und wird geistig unrein, schlecht und gerichtet böse und somit ein Teufel; denn alles pur Geschaffene und Gerichtete ist, wie schon gezeigt, dem ungeschaffenen Rein- und Freigeistigen gegenüber unrein, schlecht und böse, nicht aber etwa darum, als hätte Gott aus Sich je etwas Unreines, Schlechtes und Böses erschaffen können, sondern nur in und für sich darum, weil es erstens des Daseins wegen notwendig ein Geschaffenes sein muß, begabt mit Tatkraft und im Menschen auch mit freiem Willen, und zweitens, weil es in sich das geschaffen Gegebene, um zur möglichen Selbständigkeit zu gelangen, selbsttätig zu verwenden und wie in sein Eigentümliches zu verkehren hat.“ (GEJ.08_034,09f)

 

Niemand aber wird sagen können: `Ich habe es nicht gewußt, was ich hätte tun sollen!` Und würde ein Mensch, auch noch so weit von hier entfernt, dennoch sagen:

`Bis zu meinen Ohren ist der Gottesruf nicht gedrungen!`, so wird ihm erwidert werden: `Von diese Stunde an (Lebenszeit Jesu) gibt es keinen Menschen auf der ganzen Erde, der es nicht in sein Herz überkommen hätte, was da ist unter den Menschen vollends des Rechten.`

 

Einem jeden wird eine warnende Stimme (Gewissen) in sein Herz gelegt werden, die ihm zeigen wird, was da gut und allein wahr ist. Wer diese Stimme hören und sich danach halten wird, der wird zum größeren Lichte gelangen, und dieses wird ihm alle Pfade der göttlichen Ordnung erleuchten.“ (GEJ.02_230,10f)

 

Es gibt in der ganzen Heiligen Schrift keinen Vers und kein Kapitel, das da Größeres in sich fassen möchte als das Gleichnis vom `verlorenen Sohn`. –

Sehet, er heißet `Luzifer`!  In diesem Namen steckt das ganze, für euch ewig unerfaßliche und endlose Kompendium des verlorenen Sohnes. Nun denket euch, daß beinahe die gesamte gegenwärtige Menschheit nichts  als Glieder dieses einen `verlorenen Sohnes` sind, und zwar namentlich diejenigen Menschen, welche aus Adams ungesegneter Linie abstammen. Sehet, dieser `verlorene Sohn` hat alles Vermögen, das ihm gebührte, herausgenommen und vergeudet dasselbe nun durch für eure Begriffe endlos weit  gedehnte Zeiträume.

 

 


 Ihr wisset aus der Geschichte des verlorenen Sohnes, wie es mit seinem Schicksale ging. Nun sehet all diese Verhältnisse der Welt durch; und wahrlich, ihr werdet nichts erblicken als die Endschicksale des verlorenen Sohnes im ausgedehnten Maßstabe…

Darum verharret nur noch kurze Zeit und freut euch in großer Zuversicht! Denn wahrlich, das große Vaterhaus ist euch näher gekommen als ihr es ahnet!“ (HiG S.306, „Der verlorene Sohn“ Verse 1,9 und 20)

 


 

 

Tekstvak: Wer ist der SATAN?

  

 

[GEJ.08_034,09] Der Herr: ‚Verstehe sonach unter ,Satan‘ im allgemeinen die ganze materielle Schöpfung und unter ,Teufel‘ das getrennte Spezielle derselben.

[GEJ.08_034,21] Aber einen gewissen persönlichen Ursatan und persönliche Urteufel hat es in der Wirklichkeit niemals woanders gegeben als nur in der gerichteten Weltmaterie aller Art und Gattung. Daß aber der Satan und die Teufel von den alten Weisen unter allerlei Schreckensbildern dargestellt wurden, hat den Grund darin, damit die Seele unter allerlei argen Formen sich einen Begriff bilde, welch eine Not ein freies Leben zu erleiden hat, so es sich wieder von dem Gerichte der Materie gefangennehmen läßt.“

[GEJ.08_035,11] ‚Nun aber ergibt sich noch eine Frage von selbst, und diese lautet: Gibt  es denn sonach im Ernste keinen persönlichen Satan und keine persönlichen Teufel?‘

 

 


                                                          

 

[GEJ.08_035,12] Und Ich sage: ‚O ja, es gibt deren schon hier, noch im Fleische wandelnd, und noch um ein Großes mehr im großen Jenseits, die auch fort und fort bemüht sind, einen argen Einfluß auf das Diesseits auszuüben, und das einmal durch die rohen Naturgeister, die noch in allerlei Materie weilen, der bestimmten Ausreifung wegen, und dann aber auch unmittelbar durch gewisse geheime Einflüsterungen, Anreizungen und Verlockungen. Sie merken bei den Menschen gar wohl die verschiedenen Schwächen und Anlagen zu denselben, bemächtigen sich derselben und fachen sie zu glühenden Leidenschaften an‘.

[GEJ.08_035,13] ‚Ist aber eines Menschen Schwäche einmal zur glühenden Leidenschaft geworden, dann befindet er sich schon ganz in dem Zustande des Gerichtes der Materie und ihrer argen Geister, und es ist für ihn dann schwer, sich davon loszumachen‘.


[GEJ.08_035,15] ‚Im kleineren ist freilich auch ein Verein aller Teufel eines Weltkörpers ein Satan, und im kleinsten Maße ein jeder einzelne Teufel für sich‘.

[GEJ.08_035,16] ‚Solange es aber keinen Menschen auf einem Weltkörper gab, gab  es auf demselben auch keinen persönlichen Teufel, sondern nur gerichtete und ungegorene Geister in aller Materie eines Weltkörpers; zur Materie aber gehört alles, was ihr mit euren Sinnen wahrnehmet‘.

[GEJ.08_035,17] Aber das könnet ihr auch annehmen, daß es nun wohl auf keinem Weltkörper ärgere und bösere Teufel gibt als eben in und auf dieser Erde. Wenn es ihnen zugelassen wäre, so würden sie die Erde und ihre Bewohner gar arg zurichten – aber es wird das nicht zugelassen –, und damit die Teufel das nicht tun können, so sind sie eben darum mit aller Blindheit und somit auch mit der größten Dummheit behaftet, und ihre Vereine gleichen jenen Sicherheitsanstalten dieser Erde, in denen die argen Narren und Wahnsinnigen festgehalten werden, auf daß sie den andern Menschen nicht schaden können‘.

 

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Das Fallen von Luzifer

 

Die Mythologie von Luzifers Fallen  – das Fallen des Satans, der einst ein hoher Engel des Lichtes war, geht zurück auf Jesaja 14:12-15: ‘wie bist Du vom Himmel gefallen, Du leuchtender Sohn des Morgenrots?‘  Das hebräische Wort ‘Helel’ mit ‘leuchtender’ umgestaltet, wird in der Septuaginta [Altes Testament] übersetzt mit dem Griechischen ‘eosphóros‘, [mitgegeben] aus u.a.: ‘Eos’= das frühe Licht und Phero’ = tragen. Lucifer = lux und ferre = Lichtträger. Das Fallen des ersten geschaffenen Geistes ist die große Trennung, wovon Mose sagt: ‘Gott trennte das Licht von der Finsternis!’ [GJE2-224]

 

Auch im Neuen Testament in 2 Petrus 2:4 und Judas 6, wird die Sünde der Engel bezeugt. Der Satan, welchen seine fromme Aufgabe gerade so schlimm in Versuchung führte, war im Grunde von seinem Körper, also von allerlei Begierden, ein gerichteter Geist. Der Satan ist die Zusammensetzung  der ganzen gezwungenen Materie im Gericht. Der Satan ist in das Tote der Materie und sie ist darin gebunden und sie hat dadurch oft eine längere außergewöhnliche Periode, also von gerichtetem Geist. 

 

Das, was ‚der Satan‘ genannt wird, ist die Welt mit all ihrer verlockenden Pracht. Und wer sich durch die Welt und seinen Körper zu sehr gefangen nehmen lässt, dessen Seele ist dann auch ein persönlicher Teufel. In der Welt ist der böse Geist wirksam, welcher über seine verführende Pracht die Menschen verleiten will.

 

Das Große Johannes-Evangelium beschreibt dies als den Fürsten der Materie [GEJ11-17-27].  Wer also die Welt und nicht gleichzeitig den Himmel in sich aufnimmt, der nimmt die Hölle in sich auf. Wenn nun die Welt böse Dinge macht, dann kann sie auch nicht gut sein.

 

   www.selbstbetrachtung.info