Das Schwert

                     

von Günter (vom Schwarzwald) - DLD

 

Lieber Gerard,


das Lorber Bulletin Mai 2017 ist wieder sehr interessant. Darf ich noch zum "Schwert" von Wilhelm etwas beitragen, zudem noch ein Gedicht zum wertvollen Beitrag von Klaus Opitz.


Liebe Grüße


Günter
 (vom Schwarzwald)

 

[Redaktion: aus Anlass des Artikels von Wilhelm E im Lorber-Bulletin vom Mai 2017]:

[Ste.01_035,21] Wer das Schwert zieht, der kommt auch durch das Schwert um. Mit offener Gewalt wird nie jemand etwas ausrichten gegen die Welt; denn wo die Welt Gewalt sieht, da begegnet sie derselben wieder mit Gewalt, und auf diese Weise würgt fortwährend ein Volk das andere.

[Ste.01_035,22] Wer aber die Welt bekämpfen will, der muß sie mit heimlichen Waffen bekämpfen, und diese Waffen sind Meine Liebe und Mein Friede in euch! Jeder aber muß zuerst mit diesen Waffen die eigene Welt in sich besiegen, dann erst wird er eben diese Waffen allzeit siegreich gegen die Außenwelt gebrauchen können.

[Ste.01_035,23] Wahrlich, wer nicht innerlich ein Meister der Welt ist, der wird es äußerlich um so weniger werden! Jeder aber, der in sich noch einen fluchähnlichen Feuereifer verspürt, der ist noch nicht fertig mit seiner eigenen Welt; denn dieser Eifer rührt noch von dem geheimen Zweikampf zwischen Meinem Frieden und der Welt im Menschen her.

[Ste.01_035,24] Denn die Welt ist's, die da eifert und richtet und Feuer vom Himmel ruft, um sich dadurch listigerweise für Meine Sache zu maskieren; Mein Geist aber und Mein Friede eifert nicht, sondern wirkt mächtig im stillen nur und gänzlich unbemerkt von aller Welt und hat kein anderes Außenschild als die Werke der Liebe und in der Erscheinlichkeit die Demut. Wegen der wahren Liebe und Demut aber ist Meines Wissens seit Meinem Johannes noch nie jemand von der Welt gerichtet worden.

[Ste.01_035,25] Sehet, darin also besteht der wahre innere Friede und darin auch derjenige mächtige Sieg über die Welt, den Ich Selbst erfochten habe! Beachtet demnach diese Erklärung, so werdet ihr die Welt in euch und jede andere allzeit und ewig besiegen durch Meinen Namen und durch Meinen Frieden! Amen.

[Ste.01_035,14] Obschon aber bei Mir von gewissen Unkosten keine Rede sein kann, so sind aber dabei andere Unkosten, nämlich die einer kleinen Bewerkstelligung einer Unordnung zu berücksichtigen. Denn Ich habe jedem Menschen aus Meiner Ordnung ein bestimmtes Lebensziel gesetzt, und dieses besteht nicht im Schwerte, noch im Feuer; denn der Tod durch Schwert und Feuer ist ein Gericht. Wer aber sonach in was immer Meiner Ordnung eigenwillig und eigenmächtig vorgreift, der muß sich dann freilich insoweit ein kleines Gericht gefallen lassen, insoweit er Meiner gesetzten Ordnung vorgegriffen hat.

 

[HiG.01_41.03.06,08] Daher rechnet nur recht fleißig in eurem Herzen und zerhauet aus Liebe zu Mir den Knoten eurer jugendlichen Weltgelüste durch das scharfe Schwert der Selbstverleugnung!

 

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