Leopold Engel Abschließender von Lorbers Wirken   

Liebe Brüder und Schwestern,

Das Neue Wort beziehungsweise die Neuen Offenbarungen durch Lorber und Mayerhofer empfangen bedeutet das Geistig-Zurückkommen von dem Herrn auf unsere Erde. Der Herr sagt dazu: ‚Um Mein Werk zu beschleunigen, habe ich Mich herbeigelassen, durch direkte Mitteilungen alles klar auseinanderzusetzen, was dem Menschen, wie Meine Jünger einst sagten, zu hart oder zu unverständlich war. Jetzt, da Meine Mitteilungen so reichlich fließen, bin Ich eigentlich schon geistig auf eure Erde hinabgestiegen, lehre und führe Meine Kinder tatsächlich wie einst. Es fehlt nur Meine sichtbare Erscheinung, welche die Zweifelnden aber zum Glauben zwingen würde, was gegen die Freiheit des Menschen wäre‘.  [GEJ7-222-9]

‚Mit der allenthalben reinen Wissenschaft der Menschen wird sich dann Meine reinste Lebenslehre leicht vereinen und so den Menschen ein vollständiges Lebenslicht geben, da eine Reinheit die andere nimmerdar verunreinigen kann, so wie eine sonnenhelle Wahrheit die andere nicht‘. [GEJ9-90-1]

Das große umfassende Johannes-Evangelium wurde mit Kapitel 244 durch Jakob Lorber nicht ganz abgeschlossen. Nach 24 Jahren Schreibarbeit konnte Lorber den 10. Band nicht mehr vollenden, denn er erkrankte und starb schließlich am 23.08.1864 [geboren am 22.07.1800 und berufen am 15.03.1840 als Schreibknecht Gottes]

Am Ende das 10. Bandes wurde – wie oben beschrieben – im Kapitel 244 mitten in einem Satz plötzlich abgebrochen [das war am 19.07.1864]. Etwa mehr als einen Monat danach verstarb Lorber. Das letzte Ereignis von Jesus im alten Palästina, Seine Kreuzigung und Auferstehung, konnte Lorber nicht mehr in die Durchgabe beschreiben.  Interessant dazu ist, wo Lorber mit seiner Schreiberei aufhörte und womit Leopold Engel wieder begann.  

Der letzte Satz, den Lorber schrieb, war: ‚Ein Römischer Wirt einer Herberge im Jordantal, in der Jesus anwesend ist, sagte: "Da bist du (ein Pharisäer) grundirrig daran. Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen wird, so geht alles Bestehende auf dieser Erde in eine Art Fäulnis und Verwesung über, ..." (GEJ.10_244,12)

In Bezug zu oben beschriebenem Text ist es interessant, das gesamte Kapitel in Betracht zu ziehen: ‚das Suchen nach der Wahrheit!‘

Welcher Mensch dürfte dem 10. Band von Jakob Lorber wieder ‚vervollständigen‘ oder richtig abschließen über den Herrn? Der 11. Band wurde 27Jahre nach Lorbers‘ Sterben tatsächlich wieder aufgenommen. Der elfte Band, der eigentlich noch zugehörig ist zum zehnten Band! Dies war LEOPOLD ENGEL. Er empfing als ‚begnadigter‘ die letzten Berichterstattungen sinngetreu. Der letzte Satz von Jakob Lorber wurde 27 Jahr später zu Ende geschrieben  und folgerichtig fortgesetzt durch Leopold Engel:

(Der Wirt„... denn nur in der Wahrheit allein ist das Leben und deshalb das Suchen nach der Wahrheit die einzig beseligende Tätigkeit, die des Menschen Herz erwärmt und den in ihm wohnenden göttlichen Geist immer mehr und mehr erweckt, während in der Trägheit, der Lüge und der Unlust zum Suchen nach göttlicher Wahrheit nicht nur der Leibestod, sondern vor allen Dingen die Ursache liegt, daß die Seele sich immer mehr in materielle Dinge versenkt, wodurch sie nicht nur den alsbaldigen Leibestod verursacht, sondern sich auch im jenseitigen Leben untüchtig macht, vorwärtszustreben und ihr alleiniges Heil zu suchen." [GEJ.11_001,01]

Das plötzlich abgebrochene Werk von Lorber wurde also nahtlos fortgeführt durch Leopold Engel. Dieser Schreiber wurde und wird noch immer kritisiert. Manche warten sogar noch auf die ‚richtige Person‘, die das Werk von Lorber  abschließen darf, sowie viele auch noch warten auf den Messias, der noch kommen muss laut des Alten Testaments [dann können sie noch Jahrhunderte von Zeiten darauf warten und warten…], obwohl Jesus schon vor 2000 Jahren während 33 Jahre letztlich auf der Erde gewandert ist und gelehrt hat; dieser Gedanke ist noch am meisten besonders bei den Juden anwesend. Leopold wird also von einem Teil der Lorberleser leider abgelehnt.

Er wird abgelehnt, weil er Bücher geschrieben hat über, von, durch Luzifer, über das ‚okkulte‘, und so weiter. Und wenn man dies darstellt und auch bewahrheitet, was gibt es dagegen zu sagen? War nicht auch PAULUS, ein großen Christenverfolger. [hat ja auch Luziferische Eigenschaften!] Paulus war gegen Christus, gegen Jesu. Und wurde trotzdem berufen zu Seinem Apostel. Paulus wurde sogar, nach Johannes, der zweite Lieblingsjünger von Jesus. Was kann dennoch falsch sein an Paulus. So auch mit Engel. Aus diesem Grund habe ich nichts gegen Leopold Engel oder Mayerhofer. Der elfte Band ist damit auch völlig akzeptiert von den meisten Lorberlesern.   

Die Fehler oder Widersprüche, die man in dem 11. Band von L. Engel gefunden hat, gibt es auch bei Lorber und sogar in der Bibel. Tatsächlich gilt hier: ‚Untersuchet alles und behaltet das Gute!‘ – Man soll in seinem Nächsten erst das Gute sehen und das andere in dem Nächsten sieht man dann gar nicht mehr oder man ‚vergibt‘ dem Nächsten seine Fehler. Damit ist man doch kein Teufel. 

Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst. [Matth. 7:3-5]

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