Himmel und Hölle

Wilfried Schlätz aus Deutschland

Lieber Gerard,

 

1.        herzlichsten Dank für die Zusendung der ersten 3 Ausgaben von JLIB! Bruder Klaus Opitz hat mich angeregt, Dein neues JLIB zu unterstützen, was ich von jetzt an gerne tue, da auch ich den internationalen Kontakt und Austausch der Freunde der Jesus-Offenbarungen durch Jakob Lorber in der begonnen habenden Gerichtszeit vor der persönlichen Wiederkunft Jesu für sehr wichtig halte!

2.      anbei meinen Aufsatz: A3214-(Homosexualität) als meinen Beitrag.


3.   Anmerkungen zur individuellen Person Luzifers:

 

3.1.     Emanuel Swedenborg (ES) bestreitet die Existenz aller urgeschaffenen Engel (Raphael, Michael, Gabriel, Zuriel) und auch die Existenz Luzifers:

3.2.    ES: "Himmel und Hölle":

 

311. In der Christenheit ist völlig unbekannt, dass Himmel und Hölle aus dem menschlichen Geschlechte sind; denn man glaubt, die Engel seien von Anbeginn erschaffen und daher stamme der Himmel, und der Teufel oder Satan sei ein Engel des Lichtes gewesen, weil er aber ein Empörer wurde, mit seiner Rotte hinab gestoßen worden und daher stamme die Hölle. Dass in der Christenheit ein solcher Glaube ist, darüber wundern sich die Engel gar sehr und noch mehr darüber, dass man gar nichts vom Himmel weiß, während doch dies ein Hauptpunkt der Lehre [primarium doctrinae] in der Kirche ist; und weil eine solche Unwissenheit herrscht,  so freuten sie sich herzlich, dass es dem Herrn gefallen hat, denselben nun  Mehreres über den Himmel und auch über die Hölle zu offenbaren, und dadurch, soviel möglich, die Finsternis zu zerstreuen, die von Tag zu Tag wächst, weil die Kirche zu ihrem Ende gelangt ist; weshalb sie wollen, dass ich aus ihrem Munde versichere, dass im ganzen Himmel nicht ein Engel ist, der von Anbeginn erschaffen, noch in der Hölle irgend ein Teufel, der als Engel des Lichts erschaffen und hinabgestoßen worden wäre, sondern dass alle, sowohl im Himmel als in der Hölle, aus dem menschlichen Geschlechte sind, im Himmel diejenigen, die in der Welt in himmlischer Liebe und Glauben gelebt, in der Hölle diejenigen, die in höllischem Lieben und Glauben [gelebt haben]; und dass die Hölle im ganzen Inbegriff dasjenige sei, was Teufel und Satan heißt, diejenige Hölle [nämlich], welche rückwärts liegt, wo die sind, welche böse Engel [mali genii] genannt werden, der Teufel; und diejenige Hölle, welche vorwärts liegt, wo die sind, welche böse Geister genannt werden, der Satan;

544. Man hat bisher in der Welt geglaubt, es gebe einen bestimmten Teufel, der die Höllen beherrsche, und dieser sei als Engel des Lichts erschaffen, nachdem er aber ein Empörer geworden, und mit seiner Rotte in die Hölle hinabgestoßen  worden; dass man so glaubte, kam daher, dass im Wort ein Teufel und Satan und auch ein Lichtbringer [Lucifer] genannt wird und das Wort hier nach seinem Buchstabensinn verstanden wurde, während doch unter dem Teufel und Satan dort die Hölle verstanden wird; Dass es nicht irgendeinen Teufel gibt, dem die Höllen unterworfen wären, erhellt auch daraus, dass alle, die in den Höllen sind, sowie auch alle, die in den Himmeln sind, aus dem menschlichen Geschlecht stammen (man sehe Nr. 311 bis 317)

3.3.    ES: "Wahre christliche Religion":,

 

121. Dass die Engel vor Gott nicht rein sind, wird erhellt aus den prophetischen Schriften des Wortes, und auch aus Hiob; dann auch daraus, dass es keinen Engel gibt, der nicht früher Mensch war.


3.4.    ES hat nur mit den neuen, gewordenen Engeln gesprochen, die alle vorher auf der Erde als Menschen gelebt haben. Aber ES hat nicht mit urgeschaffenen alten Engeln wie z.B. Raphael und Michael gesprochen.

3.5.    Auch in den Jesusworten durch JL gibt es einige Stellen, in welchen scheinbar ein urgeschaffener, persönlicher gefallener Satan abgelehnt wird. Wenn man aber genauer hinschaut, wird in diesen Stellen nur der primitive Teufelsbegriff, wie er damals unter den Juden herrschte und wie er auch im Mittelalter vorkam und in den Märchen noch vorkommt (der Teufel in unserer Größe mit Hörnern und Pferdefuß) abgelehnt! Der individuelle große Luzifer, dessen zu Materie erstarrte Groß-Seele jetzt der Große Materielle Schöpfungsmensch ist, wird dagegen von Jesus an sehr vielen Stellen gezeigt:

3.6.  Jesus durch JL:

 

[RB.02_301,06] Sage Ich: „Nun, so vernehmt denn alle das große Geheimnis! Dieser Mensch in seinem ganzen Gehalt ist der urgeschaffene Geist, den die Schrift Luzifer (Lichtträger) nennt. Er ist noch immer im Vollbesitz seines großen Selbstbewußtseins, aber nicht mehr im Besitz seiner Urkraft. Er ist gefangen und gerichtet in allen seinen Teilen. Nur ein Weg steht ihm stets frei, und das ist der zu Meinem Vaterherzen. Für jeden anderen aber ist er gerichtet und so gut wie tot und vermag keinen Fuß und keine Hand auch nur um ein Haarbreit weiter zu bewegen.

[RB.02_301,10] In ebendiese Globe, und darin nur auf den Punkt Erde ist das gesamte Leben dieses größten urgeschaffenen Geistes nun gebannt. Will er sich dort demütigen und zu Mir wiederkehren, soll sein Urleben wieder freigegeben werden, und dieser große Mensch wird dann wie von einem ganz freiesten Leben durchweht sein. Will aber dieser Urgeist Meiner Schöpfung in seinem hochmütigen Starrsinn verharren, so mag diese Ordnung, wie sie nun bestellt ist, auch für ewig verbleiben. Oder wenigstens so lange, bis die ganze Materie sich in ein neues, endlos vervielfachtes Seelen- und Geisterleben aufgelöst haben wird.

[GEJ.04_105,01] (Der Herr:) „Sehet, so wie nun die Menschen durch die Eigenliebe, durch die Selbstsucht, durch den Hochmut und durch die daraus hervorgehende Herrschsucht derartig aller Materie voll werden, daß sie viele tausendmal Tausende von Jahren hindurch sich nicht völlig davon zu befreien imstande sein werden, – ebenso gab es dereinst auch urgeschaffene Geister, die auch durch den ihnen verliehenen Reiz zu sehr eigenliebig, selbstsüchtig, hochmütig und am Ende herrschsüchtig wurden, und die Folge davon war, daß sie sich in die purste Materie verwandelten.

3.7.          Siehe auch meinen Aufsatz: "Existiert ein urgeschaffener, persönlicher und gefallener Luzifer?" in der Zeitschrift: "DAS WORT" 1999/3+4 in www.jakob- lorber.org (linke Menu-Spalte: "Das Wort")


4.     Nach meinen Berechnungen war die Sündflut im Jahre 2495 vor Chr. Siehe meinen Aufsatz: "Die Urgeschichte der Menschheit und Ägyptens" in: "DAS WORT" 1991,3+4.

5.     Nach meiner Kenntnis gibt es im gesamten Jesuswerk durch JL keine einzige Stelle, in der Jesus ganz konkret sagt, wann gemäß unserer heutigen Zeitrechnung das genaue Jahr der Geburt Seines Erdenleibes war (z.B. im Jahre -7 oder -6 oder -4 oder -1 oder 0 oder ….) Erst im Jenseits nach Erreichung der vollen geistigen Wiedergeburt haben wir Zugriff auf die "himmlischen Archive", so dass wir dann ganz genau wissen werden, wann nun genau gemäß unserer heutigen Zeitrechnung Sein irdisches Geburtsjahr war bzw. wann nun genau der Zeitpunkt der Sündflut war! Da Jesus uns das bis heute noch nicht geoffenbart hat, so wird es für unser Hauptziel, die Erreichung der Gotteskindschaft, auch nicht wichtig sein!

Herzlichste Segensgrüße! Dein Wilfried

Antwort

 

Lieber Wilfried,

 

vielen Dank für diese große Mühe, die mir sehr viel bedeutend ist. Betrifft Punkt 4:  An Albert schrieb ich: ‚Meinen Berechnungen zufolge ereignete sich die Flut in   1656 Adam‘, und das ist genau 2495 v. Chr. [1656+2495=4151]. Darüber sind wir glücklich einig.

 

Zu Punkt 5: sowohl bei Rudy als bei Oene wurde nur aus astronomischem Grund erwogen, wann Jesus geboren wurde. Jakob Lorber gibt uns viele [offene] Hinweise darüber, genau so auch, wo Er sich aufgehalten hat in Palästina und obwohl nichts mehr davon zu finden ist, manche Stellen, aus geographischer Sicht - noch nachweisbar sind. Die Antwort habe ich bei Rudy gegeben und damit habe ich auch dieses Thema jetzt abgeschlossen.

 

Sei dann noch gesagt, wie großartig die astronomischen Berechnungen genau übereinstimmen mit dem, was wir durch Jakob Lorber wissen. Tatsächlich hast Du recht: das Hauptziel soll immer die Erreichung  der Gotteskindschaft sein. Dies sollte immer betont werden, durch jeden für sich individuell. Mit Punkt 3 will ich mich auseinandersetzen, da es mir komplexer scheint als bei Lorber. Bei Hans de Heij habe ich schon einiges in diesem Zusammenhang aufgegriffen. G.

 

www.selbstbetrachtung.info