Apokalypse? 

Sicht vom Rathaus auf die zerstörter Stadt Dresden am 13. Februar 1945

 

In der Oster-Nacht des Jahres 1200 sah Joachim Di Fiore mit seinem prophetischen Auge das umkommen des Christentums, wie die Kirche in jener Zeit war, und gleichsam in der Morgendämmerung zusammengerollt wurde.

 

Was dann kam - der Abt von Fiore hatte die Wissenschaft auf seiner Hand. Sich basierend auf ein ernstes Bibelstudium, aber vor allem erleuchtet durch das mystische Wissen von den ‚letzten Dingen‘ der Eschatologie, beschrieb Joachim Di Fiore das Folgende: Er prophezeite in seiner Zeit, vor achthundert Jahren, das Verschwinden des Christentums. Er hatte eine besondere Begabung und hatte auch eine einzigartige Theorie über das ‚Ende der Zeiten‘ entwickelt.

 

Er schrieb einen Kommentar über die Apokalypse und teilte die Geschichte auf in drei große Zeitaltern. 

 

1. Das Zeitalter des Alten Testaments war dem Vater, der Herrgott, gewidmet.  

2. Dem Zeitalter des neuen Testaments stand im Zeichen des Sohnes Gottes. 

3. Das dritte und nahkommende Zeitalter steht im Zeichen dem Heiligen Geistes.

 

Auf diese Weise wurde die Idee der Dreifaltigkeit mit dem Gedanken an ein Drittes Reiches verbunden, das zum gleichen Zeitpunkt eine tausendjährige Herrschaft Gottes sein würde.

 

Joachim van Fiore glaubte, dass die Welt an der Schwelle einer neuen Utopie stand, ein spirituelles Zeitalter von Besinnung und Askese, in dem das klösterliche Leben einen hohen  Anstieg nehmen würde.

 

Der Gedanke an ein tausendjähriges Reich, das nach der Zeit des Christentums bevorstehen würde, hat eine lange Tradition gehabt in der Geschichte des Christentums.

 

Im Bibelbuch des Offenbarung (20:1-6 ) war bereits der erste Erwähnung zu finden, so wie: ‚sie waren zum Leben erweckt und regiert seit tausend Jahren zusammen mit dem Messias. Die anderen Toten kamen nicht zum leben, bis die tausend Jahre vorbei waren!’ Jemand sah 1966 in der Nacht vom 6. zum 7. Januar in der Benediktiner Abtei Slangenburg in Doetinchem, liegend auf dem schmalen Bett einer Klosterzelle, tausende von Jahren an seinem geistigen Auge vorbeigehen. Vier tausend, zwei tausend, ein tausend, so war es in der Bibel vorherordiniert.  Die Welt war an der Schwelle des Jahrtausends nach zweitausend Jahren des Christentums.

 

Und das war wiederum auf den mythischen vier Millennia [vier Jahrtausenden] aufgebaut seit der Zeit des Garten Eden. Das Paradies auf der Erde wird zurückkehren, das versprochene Land ist sehr nahe. Und doch wird das Dritte Reich, das kommen wird, nicht sein ohne die Zeichen der beiden vorherigen Zeichen. D.h. eine Vervollkommnung von demjenigen was vorher nur gegeben war und daher einer Vergeistigung brachte.

 

www.selbstbebtrachtung.info